Oft braucht es nur einen Song, um auf einen Schlag berühmt zu werden. Im Fall von Sexxy Red ist das “Pound Town”. Ein Track, der neben viel Liebe auch einigen Hate auf sich zieht. Die US-amerikanische Rapperin lässt sich von Gegenwind aber nicht beirren. Im Gegenteil, sie bleibt ihrer “Ghetto Superstar”-Linie treu und spricht aus, woran andere nicht mal zu denken wagen.
RONIS GOLIATH verbindet Berlin und Kamerun mit einem Sound, der Afrobeat, Dancehall, R&B und Pop mühelos vereint. Er singt in mehreren Sprachen und erreicht damit nicht nur Deutschland, sondern auch internationale Charts. Sein Hit „Foo7“ wurde in über 20 Ländern via Shazam gesucht, allein auf Spotify hören ihn über 150.000 Menschen im Monat. Live ist er eine absolute Erscheinung. Fast zwei Meter groß, mit sanfter Stimme und elektrisierender Präsenz, füllt er mühelos Clubs und begeistert auf Festivalbühnen. Ob als Support für Peter Fox, Oxlade oder Masego, sein Name steht zunehmend selbst ganz oben auf dem Line-up. Seine „Westafrica Tour 2025“ ist restlos ausverkauft, neue Termine sind in Planung.kaum zu glauben, das alles mit einer kaputten Gitarre begann.
„F**k nicht mit dem Wetter.“ Mit diesem Satz wird Gianni Suave zum Geheimcode des deutschen Untergrundraps. Ende der Zehnerjahre taucht er auf, rau, fokussiert, rastlos. Statt schnellen Deals setzt er auf Entwicklung und wird so zu einem der spannendsten Acts der Szene. Geboren in Frankfurt am Main, startet Gianni eigentlich mit einem Musikbusiness-Studium. Zwischen Anzügen und Karriereplänen fühlt er sich fehl am Platz. Also fängt er an zu rappen. Er reicht ein paar Tracks bei einem Wettbewerb ein, überzeugt Szene-Stimmen wie Visa Vie und Toxik, gewinnt schließlich den Hauptpreis: ein Major-Deal mit Promo-Paket. Doch er tritt nicht an. Gianni will noch nicht. Noch nicht festlegen, noch nicht verkaufen. Stattdessen geht er eigene Wege. Ab 2018 erscheint Tape auf Tape. „Butter“ bringt frühe Features mit OG Keemo, Produktionen zwischen Metro Boomin und J-Dilla. Gianni sucht, findet, formt. 2020 folgt „Dope“, im Lockdown entsteht „Ketten“, dann „Connex“ mit Features von Naru und Ahzumjot.
In nur fünf Jahren hat sich der vielseitige Münchner vom Hype-Newcomer zur festen Größe im Game gemausert und irgendwo zwischen Szene-Geheimtipp und Aushängeschild der New School seinen ganz eigenen Platz gefunden. Seine Stimme? Ein Chamäleon. Mal Trap, mal R&B, dann plötzlich EDM, Punk-Pop oder House. BADCHIEFF macht, was BADCHIEFF fühlt und liefert trotzdem jedes Mal ab. Ob als Headliner auf ausverkauften Solo-Touren, mit CRO in Arenen oder im Studio mit Majan, Tokio Hotel oder Yung Saint Paul: Der Typ bleibt unberechenbar, aber immer on point. Zwischen Festival-Bühne und Booth ist er längst mehr als ein Künstler: Er ist ein Konzept.
2019 ist Rap voller Nerds, sagt HipHop-Madness. Gemeint ist weniger der Spirit von Wu-Tang, mehr die Optik von Lil Tecca: dünn, brillentragend, ein bisschen verplant und mit „Ransom“ plötzlich auf Platz eins der Streaming-Welt. Tecca ist damals 17, zockt Call of Duty, schreibt Disstracks für Lobby-Freunde und Mitschüler, die später von der Schulleitung offline genommen werden. Trotzdem bleibt er dran, reist in Schulferien nach Kanada, bastelt weiter Beats, probiert Flows und landet schließlich bei: „I got red, I got blue, what you want?“ „Ransom“ wird ein Phänomen. Nick Mira produziert, Lyrical Lemonade liefert das Video, der Rest ist Internetgeschichte. Lässiger Singsang und Feelgood-Vibes auf sonnigen Disco-Trap-Beats mit Gucci Sonnenbrille und Balenciaga Sneakers - das ist der Lil Tecca Lifestyle.
Lucio101 kommt aus Berlin-Mitte, einer Gegend, in der eher Hafermilch als Härte regiert. Doch genau von dort startet er seinen Soundcloud-Run – unauffällig, aber mit Style. Die 1019-Crew rund um Lucio, Nizi19 und Omar droppt 2019 ihr erstes Mixtape und ist seitdem kaum zu stoppen. Lucio verzichtet auf Promo, Interviews oder große Features. Stattdessen liefert er konstant Tracks, die im Berliner Untergrund zirkulieren wie Vape-Schwaden. „Y-3“, „6 Nullen“ und „Tränen“ sind Straßenklassiker, sein „Weh“-Adlib längst Markenzeichen. 2020 kommt „Mittendrin“, 2024 „101%“. TikTok liebt ihn, Senkrechtstarter wie Zah1de holen sich seinen Co-Sign. Und Lucios Plan für später? Mit vierzig nach Brasilien. Klingt solide.
Ufo361, bürgerlich Ufuk Bayraktar aus Kreuzberg, hat keinen Bock mehr, seinen Namen zu erklären. Wer’s wissen will: „Ufo“ kommt von den Kumpels, „361“ steht für Kotti. Geboren 1988, aufgewachsen im Berliner Untergrund, war er erst Sprayer, dann Rapper und irgendwann einer der wichtigsten Trap-Acts im Land. Er startet bei Hoodrich, veröffentlicht 2012 seine erste EP, mixt Straßenrap mit 80s-Vibe. Dann kommen Mixtapes, Weed, ein Lungenkollaps, ein paar Hits und mit "Ich bin ein Berliner" 2016 der Durchbruch. Trap statt Samples, Style statt Straßenpose. Ufo singt plötzlich, geht Gold, gründet das Label Stay High, droppt 808 und VVS, kündigt kurz darauf seinen Karriere-Tod per Fake-Beerdigung an – nur um ein halbes Jahr später mit Wave zurückzukehren.
Als BigXThaPlug 2023 mit „Texas“ viral geht, ist sofort klar, was für ein Kaliber da heranwächst. Eine wuchtige Trap-Bassline, ein Country-Sample mit Augenzwinkern und ein Rapper, der so viel Stolz auf seinen Bundesstaat versprüht, dass es fast knistert. In kürzester Zeit wird BigX zum Aushängeschild für modernen Texas-Rap. Er bringt Attitüde, Skills und eine unerwartet charmante Aura mit. Seine Geschichte allerdings ist alles andere als charmant. Aufgewachsen in Dallas, geprägt von Armut und Gewalt, erlebt er früh Szenen, die andere ein Leben lang verfolgen. Mit langjährigen Weggefährten wie Ro$ama und Yung Hood gründet er ein eigenes Label, liefert kontinuierlich nach – vor allem auf TikTok, wo Tracks wie „Levels“, „Back On My BS“ oder „Mmhmm“ für ordentlich Bewegung sorgen. BigXThaPlug hat eine Geschichte zu erzählen, einen Bundesstaat im Rücken und das Talent, um dauerhaft mitzureden. Wer glaubt, „Texas“ sei sein Höhepunkt, hat noch nicht genau hingehört.
Ken Carson glaubt nicht nur, dass sein Sound der heißeste überhaupt ist. Er weiß es. Diese Selbstsicherheit ist sein Markenzeichen und das Ticket in eine neue Ära von Rage-Rap und Internet-Attitüde. Aufgewachsen in Atlanta, inspiriert von der XXL-Cypher 2016, startet er als Teenager erste Uploads. Der Hype wächst, TM88 wird früh aufmerksam. 2019 folgt das Signing bei Playboi Cartis Opium-Label. Was dann kommt: „Teen X“, „Project X“, „X“ und TikTok-Hits im Gepäck. 2023 erscheint mit „A Great Chaos“ sein bislang größtes Projekt, inklusive starker Streamingzahlen und Szeneaufmerksamkeit. Eine Ken Carson Show ist wie eine Naturgewalt: auf der Bühne blitzt das Strobo-Gewitter, es donnert aus den Speakern und vor der Bühne entwickeln die Moshpits Hurricane-artige Geschwindigkeiten und Zerstörungskraft. Ken Carson ist das was früher mal Rockbands waren - wild, laut und ungezähmt.
Joje kommt aus Berlin und macht Musik, die genau das auch hören lässt. Keine überinszenierte Straße, kein Ami-Abziehbild – stattdessen melancholischer Sprechgesang, der irgendwo zwischen BVG-Endhaltestelle und Balkon-Selbstgespräch stattfindet. Seine Beats schwingen zwischen Indie-Vibe, Lo-Fi-Romantik und einer Prise Trap, seine Texte sind direkt und doch oft zarter, als man denkt. Bekannt wird er mit Songs wie Mädchen aus Berlin oder U8 Freestyle, in denen Alltag, Einsamkeit und Situationships zur Sprache kommen, als würde er einem auf dem Nachhauseweg davon erzählen. Was bei anderen wie Pose klingt, wirkt bei Joje einfach ehrlich. Sein Sound findet schnell Gehör, auch abseits der Hauptstadt. Mit seiner Mischung aus Emo-Rap, Pop-Sensibilität und Berliner Slang liefert er etwas, das im neuen Deutschrap-Feld auffällt: Gefühl ohne Kitsch, Haltung ohne Parole.
Kairo Keyz bringt frischen Wind aus Südlondon in die britische Rap-Szene. Mit Wurzeln in einer musikalischen Familie ist schnell klar: Musik ist für ihn mehr als nur Hobby. Früh veröffentlicht er erste Tracks, doch mit Songs wie "Only Fans", "Foot Patrol" und "Air Jordan" wird klar, dass hier einer gekommen ist, um zu bleiben. Die Mischung aus harten Drill-Beats, Ohrwurm-Hooks und Straßenrealität trifft sofort einen Nerv. 2023 erscheint sein Debütalbum "Family Not Fans", ein Statement für Loyalität, Herkunft und Fokus. Feature-Gäste wie Central Cee oder Gunna unterstreichen, dass Kairo längst über die Landesgrenzen hinaus gehört wird. Auch live macht er Druck: Ob Festivalbühne oder Clubshow, seine Energie ist kompromisslos. Statt auf billigen Hype setzt Kairo Keyz auf Substanz. Drill, aber mit Struktur. Trap, aber mit Haltung.
Der Sportrecords-Künstler Fergy53 steht für lässigen, melodieverliebten Deutschrap mit Gefühl und Understatement. Fergy53, ursprünglich aus Bonn, inzwischen in Berlin zuhause, bringt seine ganz eigene Mischung mit: melancholisch, charmant und textlich oft überraschend direkt. Songs wie "Paranoia" oder "Snowman" zeigen, dass er sowohl den Soundtrack für graue Nächte als auch für vibende Großstadtfahrten liefern kann.
Direkt aus Landover, Maryland, kommt ein Künstler, der kein Storytelling braucht, um echt zu wirken. Nino Paid hat erlebt, was andere nur aus Dokus kennen: Gewalt, Verlust, Obdachlosigkeit. Statt daran zu zerbrechen, hat er begonnen zu schreiben und schon als Kind textete er, um zu überleben. Heute rappt er, um gehört zu werden. Sein erster Clip "Pain & Possibilities", gedroppt im Oktober 2023, war kein vorsichtiges Debüt, sondern eine emotionale Welle. Innerhalb weniger Wochen ging das Video viral, die Industrie horchte auf, Sony Music klopfte an. Seitdem geht’s steil bergauf, aber immer mit dem Blick zurück auf das, was ihn antreibt: echte Geschichten, echte Kämpfe, echte Musik. Nino Paid live bedeutet: kein Glamour, kein Filter, nur rohe Energie, messerscharfe Texte und ein Flow, der unter die Haut geht. Wer bei seinem splash!-Stream nicht reinschaltet, verpasst mehr als nur ein Konzert. Er verpasst einen Moment, in dem Rap wieder bedeutet, was er mal war: Ausdruck, Haltung, Leben.
Tom Hengst und Kwam.E kommen beide aus Hamburg, klingen aber wie zwei Pole eines sehr gut austarierten Soundsystems. Der eine bringt straighte Straßenattitüde, Memphis-Vibes und Trap-Aggression, der andere Funk, Oldschool-Flavour und ein Ohr für Groove. 2020 veröffentlichen sie gemeinsam die EP Concrete Cowboys. Ein Projekt, das nicht einfach Kollabo ist, sondern Crew-Energie auf Albumlänge. Zwischen trockenen Punchlines, schweißtreibenden Beats und Augenzwinkern entsteht ein Sound, der rough ist, aber nie stumpf. Mit Concrete Cowboys 2 legen sie 2022 nach – noch ausgefeilter, noch tighter. Was die beiden verbindet: handwerklicher Anspruch, Liebe zum Detail und Bock auf echten Rap. Kein Trend-Gehopse, sondern Hamburg mit Haltung.
Key Glock, geboren 1997 in Süd-Memphis, wächst ohne Eltern auf und findet früh Halt in Musik. Mit zwölf nimmt er erste Freestyles auf, geprägt von Three 6 Mafia und Lil Wayne. 2017 bringt ihn sein Cousin Young Dolph ins Label Paper Route Empire, was zum Startschuss für einen direkten Karriereweg. Seine Mixtapes wie "Glock Season" und "Yellow Tape" machen ihn schnell zum Aushängeschild für modernen Memphis-Trap. Keine Features, kein Firlefanz, nur rohe Beats, klatschende Drums und Glock’s unverkennbarer Flow. Mit "Ambition for Cash" landet er einen Platin-Hit, "Glockoma 2" und das aktuelle Album "Glockaveli" bestätigen: Der Mann bleibt auf Kurs. Der Mord an Young Dolph hinterlässt Spuren und führt zu Glocks bislang emotionalstem Song: "Proud". Trotzdem bleibt er sich treu. Keine Kompromisse, keine Kopien. Nur Key Glock und das reicht.
Ski Aggu, der Typ mit der Skibrille, der sich vom TikTok-Phänomen zum Festivalheadliner hochgepostet hat. Ein Mann aus Berlin-Wilmersdorf, der eine ganze Lawine an Rap auf Technobeats losgetreten hat. Nummer-Eins-Singles und -Alben, ausverkaufte Tourneen und astronomische Streamingzahlen beweisen, dass er mehr als ein One-Hit-Wonder ist. Hinter dem ganzen Spaß und Dadaismus stecken oft melancholische und selbstzweiflerische Betrachtungen und ironisch-hedonistische Brüche. Bei seinen Shows manifestiert sich der ganze Wahnsinn in riesigen Moshpits und endlosen Sprechchören - ein befreiendes, witziges und manchmal sogar nachdenkliches Erlebnis, das stark polarisiert und genau deshalb so erfolgreich ist.
Makko kommt aus Fürstenwalde, lebt in Berlin und macht Rap für alle, die nachts wach liegen. Skatepark-Kid, Rapper, Typ mit Zahnlücke und Gefühl. Seinen Durchbruch feiert er 2022 mit "Nachts wach", dem #1-Hit mit Miksu/Macloud. Trotz Charts bleibt er DIY: Teil der Bolo Boys, Skatehallensound, kein Industry-Gefilter. Sein Sound liegt irgendwo zwischen Lo-Fi-Trap und Tagebucheintrag – mal melancholisch, mal rotzig, aber immer echt. Alben wie "Pass dich nie an" und "Lieb mich oder lass es" zeigen: Makko hat mehr zu sagen als nur Hits zu liefern. Die erneute Zusammenarbeit mit Miksu/Macloud und die daraus entstandene "Undercover" EP führt den Berliner klanglich in neue Gefilde und beweist, dass Makko kein kurzer Hype war, sondern ein ernstzunehmender Künstler mit einer ganz eigenen Vision ist.
Wenn Hip-Hop ein Dresscode wäre, hätte Young Thug ihn zerrissen, angezündet und neu zusammengenäht. Seit seinen ersten Tapes in den frühen 2010ern macht der aus Atlanta stammende Rapper klar: Stimme ist Instrument, Genre ist egal, und Regeln sind was für Langweiler. Mit "Barter 6", "Jeffery" und dem Grammy-ausgezeichneten "This Is America"-Feature (Childish Gambino) hat Thug nicht nur Trends gesetzt, sondern gleich neue Spielfelder aufgemacht. Melodie, Wahnsinn, Falsett – kaum jemand hat modernen Trap so nachhaltig geprägt wie er. Ohne Thug keine Future, kein Lil Baby, kein Gunna und vermutlich auch kein Fashion-Walk im Tüllkleid. Trotz (oder gerade wegen) juristischer Turbulenzen bleibt Thug ein Mythos: kreativ unberechenbar, stimmlich ein Chamäleon, modisch Avantgarde. Wer heute glaubt, er hätte Rap verstanden, hat Young Thug noch nicht ganz gehört.
Songer kommt aus Reading und gehört zu den spannendsten Stimmen im UK-Rap. Statt Image-Kulisse liefert er Texte mit Substanz – mal melancholisch, mal messerscharf. Auf seinem Album The Price of Therapy (2024) verzichtet er komplett auf Features und setzt voll auf Emotion, Flow und Ehrlichkeit. Mit Tracks wie Vino Bandit oder Under The Water bringt er verletzliche Inhalte auf moderne Beats, irgendwo zwischen Grime, UK Rap und introspektivem Pop. Live überzeugt er mit Energie und Nähe – ob auf Festivals wie Reading & Leeds oder bei BBC Radio 1. Songer ist kein Hype-Rapper, sondern ein Künstler mit Haltung, der Schmerz und Selbstreflexion in Lines verpackt, die hängen bleiben.
Bawo macht Rap, der sich nicht vordrängt, aber hängen bleibt. Der aus West London stammende MC liefert laid-back Flows über butterweiche Beats und bringt dabei eine emotionale Tiefe mit, die selten ist in der britischen Raplandschaft. Statt Drill-Getöse gibt’s introspektiven Vibe, irgendwo zwischen Loyle Carner und Knxwledge. Seine EP Legitimate Cause (2023) und das Debütalbum trip to forgive (2024) mischen Soul, Trap, UK Garage sowie Spoken Word und zeigen: Bawo denkt, bevor er droppt. Er rappt über Mental Health, Liebe, Männlichkeit und das Leben im Block. Unaufgeregt, aber treffend. Kein Buzzword-Rap, sondern Musik, die auf Repeat gehört werden will.
Er kam aus der Castingshow-RapBubble und sprengte sie von innen: Haaland936 hat sich in kürzester Zeit vom Geheimtipp bei RapLaRue zum echten Hitlieferanten entwickelt. Mit Songs wie "Paff Paff", "Rattenhaut" und nicht zuletzt "Junge Baller" feat. Ski Aggu mischt der Frankfurter kompromisslose Härte mit melodischem Feingefühl – und das mit gerade mal Anfang 20. Sein Stil? Französisch inspiriert, straßennah, voller Pop-Potenzial. Sein Look? Unverwechselbar. Seine Fanbase? Laut. Beim splash! bringt Haaland936 genau das auf die Bühne: Energie, Emotion, Eskalation. Wer ihn live sieht, weiß: Hier wächst gerade mehr als nur ein Hype.
Mit gerade mal 17 Jahren ist Nettspend das Gesicht einer neuen Rap-Ära: wild, verzerrt, unberechenbar. Bekannt wurde er 2023 mit dem viralen Snippet "drankdrankdrank", das Twitter in Flammen setzte. Sein Debüt-Mixtape "Bad Ass Fcking Kid*" klingt wie Trap auf Speed, aufgenommen mit Handy-Apps, produziert mit maximalem Kontrollverlust. Sein Sound ist eine wilde Mischung aus Auto-Tune-Explosionen, kindlichem Größenwahn und emotionaler Überforderung. Songs wie "Shine N Peace" oder "drankdrankdrank" sind TikTok-Hymnen mit Pop-Appeal, seine Live-Shows schwanken zwischen Abriss und Ausnahmezustand. Mit "Invert" legt Nettspend 2024 nach, während er nebenbei noch über Laufstege für Miu Miu flaniert. Er ist der erste, der Rap ernst nimmt, indem er ihn komplett zerlegt. Und das macht ihn so verdammt spannend.
Ferg aus Harlem hat sich längst vom A$AP Mob-Mitglied zum eigenständigen Schwergewicht entwickelt. Sein Debüt "Trap Lord" brachte 2013 rohe Energie und Hits wie "Work", laut, kompromisslos und sofort wiedererkennbar. Mit Songs wie "New Leve"l und "Plain Jane" wurde er zum Clubgaranten, sein Flow ist kraftvoll, seine Präsenz markant. Neben der Musik zeigt Ferg auch im Modebereich Format, mit eigenen Designs und Kooperationen mit großen Brands. Ferg ist nicht nur Rapper, sondern Kreativkopf mit klarer Vision. Wer Turn-up will, bekommt ihn hier, direkt und ohne Umwege.
MAJAN gehört zu den wenigen Künstlern im deutschsprachigen Rap, bei denen Gefühl und Technik nicht im Widerspruch stehen. Seit seinem Debüt macht er Songs, die gleichzeitig warm klingen und tief reingehen. Mal singt er, mal rappt er und meist macht er einfach nur alles richtig. Tracks wie "Es geht mir gut", "Tag ein Tag aus" oder "Wohin willst du" zeigen, wie lässig er zwischen Indie-Vibe, Trap und Pop pendelt, ohne dabei seinen roten Faden zu verlieren. Seine Stimme ist markant, seine Texte persönlich, sein Sound immer auf Höhe der Zeit. Live bringt MAJAN genau diese Mischung auf die Bühne: melancholisch, melodisch, mitreißend. Wer beim splash! kurz aus dem Moshpit will, aber trotzdem was fühlen möchte, ist hier goldrichtig.
Kaum eine deutsche Rapperin hat die Szene so schnell auf links gedreht wie badmómzjay. Mit 18 platzt sie 2020 ins Game, rote Haare, klare Ansagen und ein Flow, der direkt US-Vergleiche zieht – nicht ganz unbegründet, denn Jay rappt bilingual, selbstbewusst und mit Pop-Appeal. Tracks wie "Move" oder "Tu nicht so" zeigen früh, dass sie mehr kann als Image. Ihr Debütalbum "badmomz". geht Gold, ihr Signature-Stil, zwischen Attitude, Y2K-Ästhetik und Autotune, wird zur Marke. Ob auf TikTok, im Feuilleton oder auf den Mainstage-Bühnen: badmómzjay hat Haltung und Reichweite. Zwischen Empowerment, Verletzlichkeit und Hook-Monstern pendelt sie mühelos. Und macht damit klar: Wer sie auf Hype reduziert, hat nicht hingehört.
Wenn KC Rebell und Summer Cem zusammen auf der Bühne stehen, ist klar: Jetzt wird’s laut, eingängig und unverschämt unterhaltsam. Die beiden NRW-Veteranen haben nicht nur unzählige Gold- und Platinsingles im Gepäck, sondern auch eine Chemie, die live zündet wie ein Bengalo im Moshpit. Tracks wie Mafioso, Nicht jetzt, Hayvan oder Kanack bringen harten Sound mit Humor, Melodie mit Straßenkante. Die beiden liefern Entertainment mit Erfahrung – und jede Hook sitzt. Auf dem splash! zeigen sie, dass Hits und Hunger kein Widerspruch sind. Das hier ist kein Nostalgie-Act, sondern Rap, der immer noch knallt.
Was 2016 als lose Rap-Clique aus Berlin begann, ist heute eine der prägendsten Formationen des neuen Deutschraps. BHZ, bestehend aus Longus Mongus, Ion Miles, Monk, MotB, Big Pat, Sami und Themba mixt Straßenkante mit WG-Romantik, Trap mit Melancholie, Suff mit Seele. Mit Alben wie "3062", "halb:vier" oder "KHRO" und einer Reihe von Solo-Projekten hat sich das Kollektiv eine treue Fanbase erspielt. Kein Hype-Strohfeuer, sondern eine Bewegung: DIY-Ästhetik, eigene Sounds, ausverkaufte Shows, Moshpit-Garantie. BHZ ist Berlin zum Hören verschwitzt, verspielt, verkatert und verdammt eingängig. Nach dem tragischen und viel zu frühen Tod von Pablo aka Dead Dawg sind BHZ zurück auf der Bühne und ehren seine Legacy. Wer wissen will, wie sich eine Generation zwischen Kotti-Späti und Spotify-Playlist anfühlt, hört hier richtig.
K.I.Z kommen nicht einfach auf die Bühne – sie reißen sie auf. Seit fast zwei Jahrzehnten mischen Tarek, Nico und Maxim den Deutschrap-Kosmos mit bitterbösem Witz, politischer Wut und maximaler Live-Eskalation auf. Wer Songs wie "Hurra die Welt geht unter", "VIP in der Psychiatrie" oder "Freier Fall" kennt, weiß: Kein anderer Act bringt Punk-Attitüde, Theater und Abriss so kongenial zusammen. Was bei K.I.Z zählt, ist Haltung. Und Humor, der genau da wehtut, wo er muss. Ihre splash!-Shows sind legendär. Irgendwo zwischen Rebellion, Konfetti und Faust in die Magenkuhle. Wer also keine Lust mehr auf Gleichklang hat, findet hier das Kontrastprogramm mit Tiefgang. K.I.Z liefern keine Hits. Sie liefern Unvergesslichkeit.
Pajel bringt genau jene Mischung auf das splash! mit, die ihn in kurzer Zeit zu einem der spannendsten Namen im Deutschrap gemacht hat: melodischer Straßenrap, melancholische Hooks und eine Stimme, die sofort hängen bleibt. Geboren in Accra, aufgewachsen in Neuss und geprägt von seinen ghanaisch-togolesischen Wurzeln, verbindet er internationalen Sound mit deutscher Rap-Realität. Spätestens mit „10von10“ gelang ihm der große Durchbruch, dazu kamen Tracks wie „Blockstar“, „16“ oder „Nie verstehen“, die seinen Ruf als Hitlieferant gefestigt haben. Beim splash! erwartet das Publikum eine Show zwischen Gefühl, Druck und dieser besonderen Pajel-Aura, die Ferropolis in Beschlag nehmen wird.
Manche Rapshows wollen sofort eskalieren. BEYAZZ kommt eher durch den Seiteneingang, Kapuze tief, Stimme leise, Stimmung maximal. Der Berliner Rapper hat sich mit „WACH“, „Kalt in der Hood“ und „Kein Herz (Kalbim Yok)“ einen eigenen Platz im Deutschrap ersungen: dunkel, melodisch, verletzlich, aber nie pathetisch. Seine Musik klingt nach Nachtbus, leerem Akku und Nachrichten, die man lieber nicht mehr abschickt. Gerade deshalb funktioniert sie so stark. Beim splash! 2026 wird daraus kein lauter Triumphzug, sondern ein atmosphärischer Moment auf der Beach Stage: viel Gefühl, schwere Beats und diese melancholische Kälte, die bei BEYAZZ längst zum Markenzeichen geworden ist.
102 Boyz: Das klingt nach Klassenfahrt mit Bass, Promille und Eskalation. Die Crew aus Leer in Ostfriesland hat Deutschrap früh eine eigene Abrisslogik verpasst: Trap, Straßenrap, Freundschaft, Exzess und ein Humor, bei dem der Tourbus eher Beweismittel als Fortbewegungsmittel ist. Das zeitweise splash!-Hausverbot gehört inzwischen zur Bandlegende, scheint aber erfolgreich abgesessen. Jetzt kommen die Jungs zurück nach Ferropolis, nicht geläutert, aber eingespielter denn je. Das Publikum erwartet keine polierte Popshow sondern zumindest teilweise geplanter Kontrollverlust: laut, direkt, schweißtreibend und garantiert nicht nach Hausordnung.
Symba kommt zum splash! 2026 und bringt diese schwer greifbare Coolness mit, die bei anderen aufgesetzt wirkt und bei ihm einfach passiert. Der Berliner Rapper, Schauspieler und Ästhet mit kamerunischen Wurzeln hat Deutschrap mit einer Facette bereichert, die man so nicht erwartet hatte: verspielter, lockerer, filmischer, ohne den Druck, ständig härter klingen zu müssen als der Rest. Ob „PS2“, „Maxi King“, „Blockparty“ oder „Angels Sippen“: Symba rappt, als würde er nebenbei durch seine eigene Coming-of-Age-Serie laufen. Dass er auch als Schauspieler vor der Kamera stand, passt da nur zu gut. Beim splash! erwartet das Publikum keine Standard-Rapshow, sondern ein lässig choreografiertes Durcheinander aus Charme, Trap, Understatement und sehr viel natürlicher Aura.
Für Haftbefehl einzuspringen ist sicher keine leichte Aufgabe, aber wer könnte 069 besser repräsentieren als Reezy?! Der Frankfurter Rapper, Sänger und Produzent bringt eine komplett eigene Energie nach Ferropolis: nächtlicher R&B, Rap, Afrobeats und schicke Clubatmosphäre. Mit seinen Hooks voller Glanz, Beats voller musikalischer Finesse und einem grenzenlosen Selbstbewusstsein hat er sich selbst an die Spitze der Szene katapultiert. Von „Phantom“ und „Manchester“ über „Loyalty over Love“ bis „Mr. Misunderstood“ zeigt Reezy, dass Deutschrap nach internationalem Format klingen kann, ohne seine DNA zu verlieren.
Vom Twitch Stream auf die große Bühne und das in Turbo-Geschwindigkeit. Mit seinen Musikstreams, in denen er gemeinsam mit dem Chat Songs schreibt und produziert, hat Filow es geschafft zum gehypten Rapper zu avancieren. Zwar steckt in seinen Songs jede Menge Humor, Blödsinn und Selbstironie, das heißt aber keineswegs, dass er seine Kunst nicht ernst nimmt. So manch etablierter Rapper könnte sich von seiner Reim- und Atemtechnik was abschauen. Mit Rasenschach, der inoffiziellen EM-Hymne ging 2024 alles so richtig los und seitdem schafft es Filow immer wieder aufs Neue Banger zu produzieren, irgendwo zwischen Techno, Trap, Boom Bap und allem, was Spaß macht.
RIN kommt zum splash! 2026 und bringt eine Handschrift mit, die im Deutschrap bis heute unverkennbar bleibt: reduziert, stilbewusst, melodisch und mit einem Gespür für Ästhetik, die weit über klassische Rap-Codes hinausgeht. Seit Jahren bewegt er sich der Bietigheimer Kuchenenthusiast souverän zwischen Trap, Pop und Modebewusstsein, ohne sich je ganz festlegen zu lassen. Genau darin liegt seine besondere Rolle: RIN hat Deutschrap nicht nur musikalisch geöffnet, sondern ihm auch einen neuen Look, eine neue Coolness und ein anderes Selbstverständnis verpasst.
Über keine Künstlerin wird aktuell so heftig gestritten wie um Ikkimel. Die Berlinerin schafft es mit provokanten Texten, schiebenden Beats und ihrer allumfänglichen Angriffslustigkeit sowohl fragile Männerherzen, als auch bibelfeste Christen und andere Konservative so richtig in Wallung zu bringen. Politische Messages, Hedonismus, Humor und Technobeats bilden hier einen äußerst explosiven Kosmos, der für jede Menge Reibung sorgt. Genau das macht sie so interessant, dass mittlerweile dutzende Artists ihren Style kopieren. Keiner fragt mehr "Who's dat" wenn sie die Bühne betrifft, denn Mama Ikki hat sich den Titel der Queen einfach gegriffen und gibt ihn auch erst Mal nicht mehr her.
Gunna ist kein gewöhnlicher US-Import, sondern einer der prägendsten Melodic-Trap-Acts seiner Generation. Der Rapper aus College Park, Georgia hat mit seinem schwerelosen Flow, Luxus-Lingo und diesem unverschämt glatten Pocket-Gefühl einen eigenen Standard gesetzt. Von „Drip Too Hard“ über „WUNNA“ und „DS4EVER“ bis „fukumean“: Gunna klingt, als würde er nie rennen müssen, weil der Beat ohnehin zu ihm kommt. Nach den turbulenten letzten Jahren, neuen Projekten und dem aktuellen Kapitel „The Last Wun“ wirkt sein splash!-Auftritt wie ein Statuscheck in Echtzeit und Ferropolis bekommt Atlanta-Drip auf Mainstage-Größe.
Nur wenige wissen genau, wer sich hinter dem Namen ZEITFANG verbirgt. In der deutschsprachigen Musikszene aber ist der Fotograf längst eine feste Größe. Kaum jemand ist so nah dran an den Momenten vor, nach und zwischen den großen Auftritten. Ob TOKIO HOTEL, Paula Hartmann, Otto Waalkes oder unzählige Newcomer:innen: ZEITFANG hält nicht nur Gesichter fest, sondern dokumentiert eine Szene, die sich ständig neu erfindet. Seit Jahren vernetzt er Künstler, Journalisten und Kreative, begleitet Karrieren aus nächster Nähe und macht sichtbar, was sonst schnell wieder verschwindet. Beim splash! 2026 bringt er diese Perspektive nun direkt auf die Bühne. ZEITFANG & Friends ist kein klassischer Slot, sondern ein kuratiertes Mini-Festival im Festival. wir lassen uns überraschen, welche vielversprechenden Talente, er für uns bereit hält.
Die Dortmunder Crew bringt den Ruhrpott nach Ferropolis. Freundeskreis, Kollektiv, Labelidee, Chaos-WG und Rap-Schule in einem. Zwischen 2000er-Deutschrap-Nostalgie, New-Wave-Energie, Punchlines und bewusstem Anti-Star-Gestus klingen Patina wie die coolsten Kids von der Bushaltstelle. Nach Projekten wie „Alle hassen Patina“ und dem neuen Album „GESCHICHTE“ ist klar: Hier wächst nicht nur ein Hype, hier bildet sich gerade eine eigene Szene. Mit ihrem Humor, ihrem grenzenlosen Selbstbewusstsein und der extrem sympathischen Ruhrpotschnauze haben sie in sozialen Medien bereits ordentlich Welle gemacht, nun machen sich die Schwestern und Brüder auf auch die Bühnen des Landes zu erobern.
Manche Rapkarrieren wirken, als wären sie direkt aus einer perfekt formatierten Powerpoint-Präsentation irgendeiner Marketingagentur gefallen. Bei Jorjiana ist das anders. Die Rapperin aus Michigan City, Indiana klingt, als hätte jemand eine Sprachnachricht aus dem Mittleren Westen direkt auf einen dreckigen Beat gepackt: roh, frech, hektisch, komisch. Mit „ILBB2“ wurde sie erst zum Online-Phänomen, die Version mit GloRilla machte daraus endgültig ein größeres Ding. Seitdem reiht sie Tracks wie „Shark“, „Wok Sauce“, „Rich Finally“ oder „Hoe Phase“ mit YoungBoy Never Broke Again aneinander und wirkt dabei immer noch angenehm unpoliert. Beim splash! 2026 steht Jorjiana auf der Beach Stage nicht als glatt gezogener US-Hype, sondern als rappender Störfall mit Charme, Midwest-Attitüde, Internet-Energie und kurzer Zündschnur.
Die Rapperin aus Georgia hat sich aus SoundCloud, Plugg, Rage und Trap eine eigene Umlaufbahn geschaffen, in der alles gleichzeitig kühl, chaotisch und erstaunlich leicht wirkt. Seit „Tweakin’ Together“, „Left Right“ und den „LVL5“-Projekten steht BK für einen Sound, der nicht erklärt werden will, sondern einfach mit Kompromisslosigkeit überzeugt. Mit „LVL5 P2“ und dem 2025 erschienenen Album „Lucy“ hat sie diese Sprache weiter geöffnet: melodischer, mutiger, noch schwerer zu greifen. Mit ihrer letzten Single "I GO PUNK" schlägt BK ein neues Kapitel auf, energetisch und experimentell, fordernd und mitreißend. BK verdient die große Bühne und wird beim splash! zeigen warum.
Molly Santana klingt, als hätte jemand Playboi Cartis Fiebertraum Adlib-Welt, Yeats Rage-Energie und den Trotz von Chief Keef durch ein grelles Anime-Interface gejagt. Die Rapperin aus Kalifornien kommt aus dem neuen US-Underground, aber ihr Sound wirkt längst größer als ein Nischenphänomen: schwere 808s, überdrehte Synths, hektische Flows und Melodien, die gleichzeitig süßlich, kaputt und gefährlich klingen. Tracks wie „Chain Swangin“, „Black Ops“, „2 Rich“ oder „Piss Me Off“ funktionieren wie kurze aber heftige Stromschläge, während ihr Album „Molly and Her Week of Wonders“ zeigt, dass hinter der grellen Oberfläche mehr steckt als bloßer Rage-Rap. Beim splash! 2026 trifft diese Mischung auf die Beach Stage: futuristisch, unruhig und selbstbewusst.
Bei Souly hat man das Gefühl, dass er nur das tut, worauf er wirklich Bock hat. Dabei ist es auch nicht so wichtig, ob man immer gleich jedes Wort versteht, oder ob sich sein Sound in irgendwelche bekannten Kategorien einordnen lässt. Der gebürtige Münsterländer hat sich im Deutschrap eine ganz eigene Nische erschaffen: mal verletzlich, mal überdreht, mal komplett neben der Spur, aber immer mit einer Handschrift, die man sofort erkennt. Seine Songs wirken nie glatt poliert, eher wie Gedanken, die zu spät nachts noch schnell auf einen Beat gefallen sind. Nach Projekten wie „Ich wünschte, es würd’ mich kümmern“, „Bossbaby Tape“ und „traence“ steht Souly beim splash! 2026 für Rap, der nicht jedem gefallen will und gerade deshalb so wichtig ist.
Der junge Künstler aus Atlanta gehört zu jener US-Underground-Welle, die SoundCloud, Rage, Glitch, Hyperpop und kaputte Club-Energie so selbstverständlich zusammen bringt, als hätte es nie Genregrenzen gegeben. Nach ersten viralen Momenten mit „Agenda“ und späteren Tracks wie „Miley Cyrus“ oder „Pizza Time“ hat che seinen Sound immer weiter überdreht: verzerrte Bässe, schrille Synths, Stimme als Effekt und Hooks, die einschlagen. Beim splash! 2026 wird daraus auf der Beach Stage ein später Slot für alle, die Rap gerade dort spannend finden, wo er kurz die Kontrolle verliert: laut, grell, futuristisch und ziemlich sicher nichts für Menschen mit Angst vor Bass.
Bei Bonez MC muss man gar nicht mehr lange erklären, warum die Mainstage voll wird. Der Hamburger hat Deutschrap nicht nur geprägt, sondern in Zahlen gegossen: Milliarden Streams, unzählige Platinmomente und der Status als einer der meistgestreamten deutschen Rapper überhaupt. Mit 187 Strassenbande, RAF Camora, Gzuz, Maxwell und einer unvergleichlichen Hitliste aus „Ohne mein Team“, „500 PS“, „Palmen aus Plastik“, „Mörder“ oder „Honda Civic“ hat Bonez den Straßenrap erst in die Clubs, dann in die Charts und schließlich ins kollektive Gedächtnis gepflanzt. Beim splash! 2026 kommt er als „Bonez & Friendz“, nur wurde noch nicht verraten, wer genau mit ihm aufläuft. Man darf also spekulieren, ob Ferropolis Besuch aus dem 187-Kosmos, von alten Weggefährten oder aus der „Palmen aus Plastik“-Familie bekommt. Sicher ist nur: Wenn Bonez Freunde einlädt, wird die Superstar-Dichte enorm.
Absent macht keinen Rap für die strahlenden Momente des Lebens. Seine Songs sitzen eher dort, wo Handyakkus fast leer sind, Nachrichten unbeantwortet bleiben und die Kapuze tief im Gesicht sitzt. Der Rapper aus Schleswig-Holstein hat sich mit Cloud- und Emo-Rap seinen eigenen Weg gebahnt: melodisch, verletzlich, manchmal fast zerbrechlich, aber nie kraftlos. Tracks wie „escitalopram“, Projekte wie „2K NOSTALGIA“ und das 2025 erschienene „SORGENKIND“ zeigen, wie direkt seine Musik treffen kann, ohne große Gesten zu brauchen. Beim splash! 2026 bringt absent diese Schwere auf die Beach Stage: kein Abriss nach Lehrbuch, sondern ein Set für alle, die Rap besonders dann fühlen, wenn er weh tut.
JAILL klingt wie die dunkle Seite Hamburgs: weniger Hafenromantik, mehr kalter Asphalt, Zigarettenglut und eine Sprache, die nicht vor Abgründen zurückschreckt. Seit „GossenEloquenz“ arbeitet sich der Rapper aus der Hansestadt an einem Sound ab, der Straße nicht nur als Ästhetik verklärt, sondern als realistischen Zustand beschreibt: rau, direkt, manchmal dreckig, aber mit genug Melodie, um hängen zu bleiben. Mit „Mehr hungrig als satt“, „Ortus Solis“ und dem Durchbruchsalbum „Tinte & Tragik“ hat er sich Schritt für Schritt aus dem Untergrund nach vorne geschoben, ohne dabei je die Griffigkeit zu verlieren, die ihn ausmacht.
KIARABABA hat es wie kaum jemand anderes geschafft, einen komplett eigenen Slang und Sound über Social Media zu etablieren, der rasendschnell das Internet übernommen hat. Die Solingerin kam mit „Yannick“ gefühlt aus dem Nichts, blieb aber nicht beim viralen Zufall stehen. Ihr Sound lebt von überzogenen Akzenten, schrägen Betonungen, frechen Lines und einer Energie, die irgendwo zwischen Meme, Punchline und sehr ernst gemeintem Selbstbewusstsein lebt. Songs wie „Sie ist mein Bruder“, „BTCHZ“, „Schieß für dich“ oder „Reich Sexy“ zeigen, dass hier nicht einfach nur Internet-Humor auf Beats gelegt wird, sondern eine Künstlerin ihren eigenen, maximal wiedererkennbaren Ton gefunden hat.
YT ist einer dieser Rapper, bei denen schon der Lebenslauf klingt, als hätte jemand mehrere Browser-Tabs zu lange offen gelassen: East London, nigerianische Wurzeln, Oxford-Abschluss, SoundCloud-Anfänge, Jerk-Rap-Revival. Genau aus dieser Mischung entsteht sein Reiz. Der Brite rappt mit einem Lächeln im Mundwinkel über Beats, die nach 2010er-Internet, Designer-Archiv und UK-Untergrund klingen: verspielt, trocken, nervös und voller kleiner Referenzen. Seit „Arc’teryx“ geistert YT durch die internationalen Rap-Radare, mit „The One (Just Got My Degree)“, „Black & Tan“, „Prada Or Celine“ und dem 2025er Projekt „OI!“ hat er seinen Status als einer der spannendsten Köpfe der neuen UK-Welle weiter geschärft. Beim splash! 2026 bringt er diese sehr britische Form von Swag auf die Beach Stage: clever, lässig, leicht verschroben und genau richtig für alle, die Rap gerade dort suchen, wo er wieder ein bisschen seltsam werden darf.
OG Keemo ist höchstwahrscheinlich der Lieblingsrapper von deinem Lieblingsrapper. Jede Zeile sitzt, Flows und Stimme walzen alles platt, was ihnen in den Weg kommt. Jeder einzelne Beat vom kongenialen Duopartner Funkvater Frank wirkt wie ein dunkler Raum gefüllt mit Geschichten, jede Pause hat Gewicht. Während andere Rap größer, glatter oder schneller machen, hat Keemo ihn dichter gemacht: filmisch, präzise, unbequem und so textstark, dass man beim Hören fast automatisch aufrechter sitzt. Von „Geist“ über „Mann beisst Hund“ bis „Fieber“ hat er gezeigt, wie weit Deutschrap gehen kann, wenn man ihn nicht nur als Hitmaschine missbraucht, sondern als Erzählform ernst nimmt. Keemo ist eine Erscheinung und Naturgewalt gegossen in Beats und Flows, ein Phänomen, das Deutschrap grettet hat, ein Künstler, den dieses Land nicht verdient, aber gebraucht hat.
Der Mannheimer Rapper Mucco hat sich in kurzer Zeit vom Social-Media-Geheimtipp zur festen Größe bei PA Sports' Life is Pain-Label gemausert und bringt dabei genau diese Mischung mit, die gerade so gut funktioniert: rohe Stimme, harte Kante, Straßenrap-Druck, aber immer wieder auch Momente, in denen mehr aufblitzt als nur eine harte Schale. Tracks wie „Piu Piu“, „Benzin“, „Istanbul“, „63“ oder „Mannheim City“ klingen nach dunklen Gassen, impulsiven Entscheidungen und Hintergedanken.
Bei EsDeeKid beginnt der Hype schon vor dem ersten Beat: Sturmhaube, Scouse-Akzent, kaum gesicherte Infos, dafür sehr viele Fragen. Man hört seine Herkunft in jeder Silbe: rau, gepresst, nasal, komplett unverwechselbar. Dazu kommen Beats, die zwischen Cloud Rap, Trap und britischer Kellerluft hängen: düster, verschmiert, aber mit genug Druck für große Bühnen. Mit Tracks wie „Phantom“, „4 Raws“, „LV Sandals“ oder „Mist“ und dem Debüt „Rebel“ wurde EsDeeKid vom UK-Underground-Geheimnis zu einem der spannendsten neuen Namen im internationalen Rap. Dass zwischendurch sogar Timothée-Chalamet-Gerüchte um seine Identität kreisten, passt fast zu gut zu dieser Figur. Beim splash! 2026 steht er auf der Mainstage wie ein sehr lautes Fragezeichen: mysteriös, finster, hypnotisch und bereit, Ferropolis kurzerhand in ein komplett vernebeltes Liverpool zu verwandeln.
Xaviersobased klingt, als würde Rap gerade live im Internet mutieren. Der New Yorker Rapper und Produzent hat aus Jerk, Plugg, Cloud Rap, Trap einen Sound geformt, der auf den ersten Blick superchaotisch wirkt und dann doch plötzlich Sinn ergibt. Glänzende Synths, taumelnde Drums, überlagerte Vocals, kleine Melodie-Fetzen, alles ein bisschen zu schnell, zu schief, zu cool. Genau daraus entsteht seine Magie. Mit „Patchmade“, „Keep It Goin Xav“, „With 2“ und dem 2026 erschienenen Album „Xavier“ ist er vom SoundCloud-Knotenpunkt zu einer Schlüsselfigur des neuen US-Undergrounds geworden. Beim splash! 2026 bringt xaviersobased diese Energie auf die Beach Stage: kein sauber choreografierter Rapmoment, sondern ein blinkender Ausnahmezustand für alle, die hören wollen, wie Zukunft klingt, bevor sie offiziell erklärt wurde.
SSIO ist vermutlich der einzige Rapper, der sich King of Rap nennen darf, ohne dass er einen Beschwerdebrief von Kool Savas erhält. Nicht, weil er technischer, schneller oder heiliger wäre, sondern weil er eine völlig eigene Königsdisziplin erfunden hat: maximal präziser Unsinn auf maximal stabilen Beats. Der Bonner aus Tannenbusch rappt seit Jahren mit einer Mischung aus stoischem Flow, absurdem Humor, Straßenfilm, Fitnessstudio-Fachjargon und Pornoheft-Poesie, die niemand kopieren kann, ohne sofort wie ein sehr schlechter Witz zu wirken. Von „Nuttööö“ über „Nullkommaneun“ bis „Hash Hash“ ist SSIO längst Kultfigur, Meme-Maschine und Rapper-Rapper in einem. Beim splash! 2026 wird daraus auf der Mainstage eine Erinnerung daran, dass Deutschrap manchmal genau dann am besten ist, wenn er komplett ernsthaft Quatsch macht.
Ken Carson glaubt nicht nur, dass sein Sound der heißeste überhaupt ist. Er weiß es. Diese Selbstsicherheit ist sein Markenzeichen und das Ticket in eine neue Ära von Rage-Rap und Internet-Attitüde. Aufgewachsen in Atlanta, inspiriert von der XXL-Cypher 2016, startet er als Teenager erste Uploads. Der Hype wächst, TM88 wird früh aufmerksam. 2019 folgt das Signing bei Playboi Cartis Opium-Label. Was dann kommt: „Teen X“, „Project X“, „X“ und TikTok-Hits im Gepäck. 2023 erscheint mit „A Great Chaos“ sein bislang größtes Projekt, inklusive starker Streamingzahlen und Szeneaufmerksamkeit. Eine Ken Carson Show ist wie eine Naturgewalt: auf der Bühne blitzt das Strobo-Gewitter, es donnert aus den Speakern und vor der Bühne entwickeln die Moshpits Hurricane-artige Geschwindigkeiten und Zerstörungskraft. Ken Carson ist das was früher mal Rockbands waren - wild, laut und ungezähmt.
Atemberaubende Live-Auftritte und Festivalfeeling: Hinter den Kulissen des Splash! 2025 sprechen wir mit Künstlern, Fans und Veranstalter. Mit dabei: u.a. Badmómzjay, Ski Aggu und begeisterte Newcomer mit einer besonderen Community.