Molly Santana klingt, als hätte jemand Playboi Cartis Fiebertraum Adlib-Welt, Yeats Rage-Energie und den Trotz von Chief Keef durch ein grelles Anime-Interface gejagt. Die Rapperin aus Kalifornien kommt aus dem neuen US-Underground, aber ihr Sound wirkt längst größer als ein Nischenphänomen: schwere 808s, überdrehte Synths, hektische Flows und Melodien, die gleichzeitig süßlich, kaputt und gefährlich klingen. Tracks wie „Chain Swangin“, „Black Ops“, „2 Rich“ oder „Piss Me Off“ funktionieren wie kurze aber heftige Stromschläge, während ihr Album „Molly and Her Week of Wonders“ zeigt, dass hinter der grellen Oberfläche mehr steckt als bloßer Rage-Rap. Beim splash! 2026 trifft diese Mischung auf die Beach Stage: futuristisch, unruhig und selbstbewusst.