Die Gefängnisse im brasilianischen Nordosten gelten als besonders brutal. Gewalt, rivalisierende Banden und Überbelegung bestimmen dort den Alltag sowohl für Insassen als auch für Wärter. Wer in der Haftanstalt Geraldo Beltrão in der Provinz Paraíba sitzt, muss einiges einstecken können. Gefahr droht nicht nur den Wärtern. Auch die Häftlinge müssen wachsam sein und brauchen Schutz, um nicht von verfeindeten Banden umgebracht zu werden. Doch trotz der harschen Lebensbedingungen hinter den Gittern des Hochsicherheitsgefängnisses schöpfen viele der rund 200 Insassen – meist Mörder und Mitglieder von Gangs – dort neue Hoffnung: Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche, lernen lesen und schreiben, holen ihren Schulabschluss nach oder schließen sogar ein Fernstudium ab.