Julia Ruhs und das Team von KLAR blicken in der ersten Folge auf die Folgen der Asylpolitik der vergangenen Jahre. Sie begleiten Michael Kyrath, dessen 17-jährige Tochter Ann-Marie vor zwei Jahren durch einen Asylbewerber im Zug in Brokstedt erstochen wurde. Der Täter von Brokstedt hatte psychische Probleme, die Behörden gaben die Informationen über seine vorherigen Straftaten nicht weiter. Seit dem Tod seiner Tochter setzt sich Michael Kyrath bei Medien und Politik für eine härtere Asylpolitik ein. Kyrath findet: Staatsversagen und Kontrollverlust müssten eine Ende haben.
In der zweiten Folge der NDR/BR-Pilotreihe beschäftigt sich "KLAR" mit der Stimmungslage in der Landwirtschaft ein gutes Jahr nach den bundesweiten Bauernprotesten. Viele Landwirte sind nach wie vor unzufrieden mit den Rahmenbedingungen, unter denen sie wirtschaften müssen, und werfen der Politik jahrelange Versäumnisse vor. Jedes Jahr geben im Schnitt 2.000 landwirtschaftliche Betriebe auf.
In der dritten Folge beschäftigt sich KLAR mit den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Warum wandelte sich die öffentliche Debatte nach einer Phase großer Solidarität zu Beginn der Pandemie in eine scharfe gesellschaftliche Auseinandersetzung – mit Folgen, die bis heute nachwirken? KLAR hat Betroffene und Akteure interviewt, darunter den damaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach oder Welt-Herausgeber Ulf Poschardt. Die Wunden der Coronazeit sind offenbar noch nicht verheilt: Eine Familie, die sich gegen das Impfen entschieden hat, fühlt sich noch heute von der Gesellschaft ausgegrenzt.
"Scheiß Bulle", "Ich schlag dich tot", "Du gehörst verbrannt". Sätze, die sich Polizisten anhören mussten. Beschimpfungen gehören für einige Polizeikräfte zum Berufsalltag. Ob auf Streifenfahrt, im Einsatz bei Demonstrationen oder bei Fußballspielen: Diejenigen, die die Bevölkerung schützen soll, werden oft selbst zur Zielscheibe von Aggressionen, längst nicht nur mit Worten. Welche Auswirkungen hat das? In der ersten KLAR-Ausgabe 2026 sprechen Tanit Koch und das NDR Reporterteam mit Polizeikräften über diese Seite ihres Alltags, von Respektlosigkeiten bis zu körperlichen Attacken.
„Auch Dich kriegt der IS!“ steht auf einer Tafel – als Drohung gegen einen Realschullehrer, der im Unterricht für religiöse Toleranz wirbt. Und in manchen Stadtvierteln werden islamistische Tendenzen offen auf der Straße ausgelebt. Für den Islam gilt die Religionsfreiheit. Mancherorts hat sich aber eine extremistische Auslegung verbreitet: Der Islamismus. Julia Ruhs geht mit der ehemaligen Verfassungsschützerin Gülden Hennemann in dieser KLAR-Folge der Frage nach, wo Islamismus unsere Gesellschaft untergräbt.